Die Deutsche Bank hat ihre exklusiven Verhandlungen mit dem US-Finanzunternehmen Guggenheim Partners über einen möglichen Verkauf von RREEF, ihrem globalen Vermögensverwaltungsgeschäft für alternative Anlagen, abgebrochen. Beide Parteien hätten kein Einvernehmen über die Konditionen für den Verkauf des Geschäfts erzielt und seien übereingekommen, die exklusiven Verhandlungen einzustellen, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Mittwochabend mit.
Damit hat die neue Führung um Anshu Jain und Jürgen Fitschen auch die gesamte Überprüfung ihres weltweiten Geschäftsbereichs Asset-Management beendet. Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte im November 2011 angekündigt, alle strategischen Optionen zu prüfen. Nun will die Bank im September eine neue langfristige Strategie für die Gesamtbank kommunizieren. Nach dem Scheitern des Verkaufs fielen die Aktien der Deutschen Bank um 0,7 bis maximal 1,5 Prozent. "Die Deutsche Bank hat seit einer geraumen Zeit Schwierigkeiten, nicht zum Kerngeschäft gehörende Sparten zu verkaufen", schreiben die Analysten von Silvia Quandt Research in einem Kommentar.
Die Deutsche Bank hatte beim Verkauf von Teilen ihrer Vermögensverwaltung einen Erlös von etwa 2 Mrd. Euro angestrebt. Das Unterfangen gestaltete sich jedoch schwierig: Ursprünglich wollte das größte deutsche Geldhaus die gesamte Vermögensverwaltung abgesehen von der Fondstochter DWS an Guggenheim Partners verkaufen. Dann verhandelten die Deutsche Bank und Guggenheim aber nur noch über einen Verkauf des Bereichs RREEF.
Auch der niederländische Finanzkonzern ING trennt sich von Teilen seines Asset-Managements - das Geschäft in Asien soll veräußert werden, angepeilt ist ein Erlös von 500 Mio. bis 600 Mio. Euro.