Eine Handvoll Fragen zum Dollar
Nicht mehr ganz unangefochten, aber dennoch der Maßstab aller Dinge auf den Märkten dieser Welt: der Dollar. Seit wann gibt es die US-Währung überhaupt? Woher hat sie ihren Namen? Testen Sie Ihr Dollar-Wissen!
Woher hat der Dollar seinen Namen?
So haben etwa die acht größten Geldmarktfonds in den USA in den vergangenen zwölf Monaten ihre Anlagen bei deutschen und bei britischen Banken halbiert. Italienischen und spanischen Banken geben sie überhaupt kein Geld mehr, bei französischen Banken fuhren sie ihre Investments ebenfalls zurück.
Auch andere Banken werden Europa gegenüber vorsichtiger. Kürzlich stellte die Bank of China ihre Fremdwährungstauschgeschäfte mit
BNP Paribas ,
Société Générale und
Crédit Agricole ein. Als Grund gilt unter anderem das Engagement der Häuser in Griechenland und weiteren hoch verschuldeten Euro-Staaten.
Dollar-Kredite werden für Europas Banken teurer
Ein Risikomaß für die Dollar-Refinanzierung ist der Cross Currency Basis Swap. Dabei leiht sich ein Investor von einem Partner Dollar, dem er gleichzeitig Euro borgt. Beide tauschen Gelder zum aktuellen Wechselkurs. Im Gegensatz zum normalen Devisentausch vereinbaren die Parteien jedoch dabei, sich gegenseitig Zinsen für die Laufzeit des Geschäfts zu zahlen.
Oft sind dies die Dreimonatszinsen auf dem jeweiligen Interbankenmarkt (etwa der Euribor). Aktuell muss ein Investor einen Abschlag auf den Euro-Zins hinnehmen. Gleichzeitig muss er jedoch den vollen Dollar-Zins für die Ausleihe in der US-Währung zahlen. Die Dollar-Darlehen verteuern sich somit für europäische Banken, wenn der Abschlag steigt. Derzeit beträgt der des Cross Currency Basis Swaps auf Dreimonatsbasis etwas über 100 Basispunkte. Noch im Mai lag er bei weniger als 0,1 Prozentpunkten.
Die großen Notenbanken haben bereits auf die Probleme reagiert: Mitte September kündigten
die EZB, die Federal Reserve in den USA sowie der Notenbanken von Großbritannien, Japan und der Schweiz die Bereitstellung langlaufender Dollar-Kredite an. Zusätzlich zu den bereits im Mai 2010 eingeführten Darlehen mit einer Laufzeit von einer Woche erhalten die Banken die Möglichkeit, zunächst zu drei Terminen einen Dreimonatskredit in der US-Währung aufzunehmen. Die erste dreimonatige Dollar-Geldmarktoperation beginnt Mitte Oktober. Die dritte und vorläufig letzte endet Anfang März.