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Aufgrund eines Minus von 3,6 Mrd. Euro in der Bilanzierung nach Handelsgesetzbuch (HGB) werde die Stille Einlage des Bankenrettungsfonds Soffin in Höhe von 1,9 Mrd. Euro nicht bedient. Auch eine Dividende wird es nicht geben. Die Diskrepanz zwischen dem HGB-Verlust und dem IFRS-Gewinn liege unter anderem an der unterschiedlichen Bewertung der Einlagen des Soffin und höherer Abschreibungen, vor allem auf den Buchwert der Krisentochter Eurohypo. Wie hoch die Abschreibung in der nicht-öffentlichen HGB-Bilanz ist, wollte die Commerzbank auf Anfrage nicht kommentieren.
Nachrichtenagenturen hatten gemeldet, dass der Wert auf 1 bis 2 Mrd. Euro nach unten korrigiert werde. Vor fünf Jahren war das Institut noch mit mehr als 8 Mrd. Euro bewertet worden. In der Finanzkrise hat die Eurohypo der Commerzbank aber mehr als 4 Mrd. Euro Verlust beschert.
Für das laufende Jahr rechnet Bankchef
Martin Blessing mit einer kontinuierlichen Erhöhung des operativen Gewinns, nennt aber keine konkreten Zahlen. "Die mit der europäischen Staatsschuldenkrise einhergehende hohe Unsicherheit wird uns jedoch weiterhin vor Herausforderungen stellen", sagte Blessing.
Angesichts des anstehenden Schuldenschnitts in Griechenland hat die Bank den Wert ihrer Griechen-Anleihen um 0,7 Mrd. Euro weiter nach unten korrigiert, auf nun insgesamt 26,4 Prozent. Die
Commerzbank hatte bereits im dritten Quartal ihre Griechenland-Papiere um 52 Prozent wertberichtigt und dafür 1,6 Mrd. Euro Verlust verbucht. Das gesamte Staatsanleihen-Portfolio der Krisenstaaten beziffert die Bank auf 12,3 Mrd. Euro, 4,5 Mrd. Euro weniger als 2010. Das Unternehmenssegment Asset Based Finance, zu dem auch die Eurohypo gehört, habe unter anderem deswegen ein operatives Minus von 3,9 Mrd. Euro eingefahren.