Passanten vor der Anglo Irish Bank in Dublin
Wegen der immensen Kosten für die Sanierung der Banken sah sich Irland Anfang der Woche gezwungen, die EU und den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe zu bitten. Das Rettungspaket wird sich nach Angaben des irischen Ministerpräsidenten Brian Cowen voraussichtlich auf 85 Mrd. Euro belaufen.
Viele Anleger fürchten, dass im Falle einer Verstaatlichung die Anleihegläubiger an den Kosten der Restrukturierung beteiligt werden. Die Kosten für die Absicherung nachrangiger Anleihen der AIB schnellten deshalb am Mittwoch in die Höhe: Laut dem Datendienstleister CMA kletterten entsprechende Kreditausfallswaps (CDS) zeitweise auf 5109 Basispunkte, am Abend notierten sie bei 4814 Basispunkten. Damit kostete es 4,8 Mio. Euro im Jahr, Nachranganleihen im Wert von 10 Mio. Euro gegen einen Ausfall zu versichern.
Dass eine solche Absicherung dennoch sinnvoll sein kann, zeigt das Beispiel der bereits verstaatlichten Anglo Irish Bank. Anleihegläubiger des Instituts, die sich mit CDS eingedeckt haben, sollen für den Wertverlust entschädigt werden. Das teilte die International Swaps & Derivatives Association (ISDA) am Mittwoch mit.