Die Schuldenkrise und ein Zockerskandal verhageln dem Geldinstitut die Bilanz. Auch für die kommenden Monate sieht die Bank schwarz - kein leichter Einstand für den künftigen Verwaltungsratschef Axel Weber.
Die UBS leidet unter den Folgen der Euro-Krise und des hauseigenen Handelsskandals: Der Nettogewinn der größten Schweizer Bank brach 2011 um 44 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken ein. Im vierten Quartal verdiente die UBS mit 393 Mio. Franken sogar 76 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch für die kommenden Monate zeigte sich das Geldhaus, dessen Aufsichtsrat ab Mai vom früheren Bundesbankchef Axel Weber geführt wird, pessimistisch. Der Aktienkurs fiel zeitweise um 2,6 Prozent.
Ex-Bundesbankchef Weber geht im Mai zur UBS
Die Euro-Krise, das ausufernde Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten und die Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft dürften auch im laufenden Quartal ihre Spuren hinterlassen, teilte die Bank mit. Erst in der vergangenen Woche hatte die UBS mit der bisherigen Wirtschaftsweisen Beatrice Weder di Mauro eine renommierte Expertin für die Euro-Krise an Bord geholt. Weder di Mauro soll zusammen mit Ex-Bundesbankchef Weber in den Aufsichtsrat einziehen.
Damit setzt die UBS den Umbau ihrer Führungsspitze fort. Vorstandschef Sergio Ermotti war erst im Herbst nach Auffliegen eines Handelsskandals im Investmentbanking angetreten. Er verschärfte den noch von seinem Vorgänger Oswald Grübel eingeleiteten Sparkurs: Die Bonuszahlungen für das vergangene Jahr wurden um 40 Prozent gekürzt.
UBS dreht an der Kostenschraube
Auch Weder di Mauro wechselt in den Aufsichtsrat der Bank
Die laufenden Kosten der Bank sanken um 2,1 Mrd. auf 22,4 Mrd. Franken, auch durch den Abbau von Stellen: Im vierten Quartal fielen 1100 Arbeitsplätze weg. Insgesamt sollen bis Ende 2013 mehr als 3500 der 65.000 Stellen gestrichen werden. "Falls sich die Märkte wesentlich verschlechtern, wird UBS außerdem weitere Maßnahmen ergreifen, um die Kostenbasis zu verkleinern", teilte das Institut mit.
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