Programmierer Aleynikov verließ Goldman Sachs Anfang Juni
Aleynikov, der die russische und die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, fing im Mai 2007 bei Goldman an und verließ das Wall-Street-Haus Anfang Juni dieses Jahres. Er trug den Titel eines Vice-Presidents und war Mitglied eines Teams, das Softwarecodes für den Eigenhandel der Bank entwickelt und verbessert. Erst vorigen Donnerstag hatte er einen Job bei Teza Technologies angetreten, einer in Chicago ansässigen Firma - die ihn mittlerweile suspendiert hat. Von dem mutmaßlichen Fehlverhalten habe es nichts gewusst, teilte das Unternehmen mit.
Schwere Vorwürfe
Die Bundespolizei FBI wirft dem Vater dreier Töchter vor, zwischen dem 1. und dem 5. Juni - seinem letzten Arbeitstag bei Goldman - in mehreren Schritten rund 32 Megabytes an für den Eigenhandel relevanten Daten von seinem Computer am Arbeitsplatz sowie seinem Laptop heruntergeladen zu haben. Anschließend habe er versucht, die Datentransfers zu verschleiern, indem er die letzten Aktionen der Rechner löschte.
Das Geldhaus, das Aleynikovs E-Mails und andere Computer-Transaktionen in seinen letzten Arbeitstagen überwachte, verfügt jedoch über Sicherheitskopien der Informationen. Die Bank wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Gut informierte Personen betonen jedoch, weder dem Institut noch seinen Kunden sei ein Schaden entstanden.