Sinkende Einwohnerzahlen
So stirbt Detroit
Wegen ihres Verhaltens in der Finanzkrise und auf dem US-Häusermarkt stehen die Banken derzeit scharf unter Beschuss. Erst vor wenigen Tagen gab es eine Klage gegen die Deutsche Bank. Die US-Regierung wirft der Bank vor, sich den Zugang zu einem Regierungsprogramm erschlichen zu haben, das für Hypotheken bürgte. Dabei geht es um Garantien, die der amerikanische Staat für Immobilienkredite übernahm, die die Deutsche Bank und ihre heutige Tochter MortgageIT zwischen 1999 und 2009 an Hauskäufer in den USA vergeben hatten.
Der Klageschrift zufolge musste der amerikanische Staat bislang schon mit 386 Mio. Dollar für Kreditausfälle bei Hypotheken des deutschen Konzerns geradestehen - und rechnet mit weiteren Hunderten Millionen Dollar an künftigen Belastungen. Die
Deutsche Bank und MortgageIT "vollführten die schlimmsten der gewagten Kreditvergabepraktiken in der Branche", sagte US-Staatsanwalt Preet Bharara Reuters zufolge auf einer Pressekonferenz in Manhattan.
Auch in Kalifornien läuft eine Klage gegen das Haus. Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles wirft dem Kreditinstitut vor, Schuldner widerrechtlich aus ihren Häusern geworfen zu haben, um die Immobilien zwangszuversteigern. Die Deutsche Bank bestreitet sämtliche Vorwürfe. Das Institut gehört auch nicht zu den Häusern, die den 5-Mrd.-Dollar-Fonds einrichten wollen.