Fred Goodwin verliert seinen Titel
Goodwin stehe damit in einer Reihe mit dem früheren rumänischen Diktator Nicolae Ceausescu und dem umstrittenen Staatschef von Simbabwe, Robert Mugabe, berichten britische Medien. Der heute 53-Jährige war vor acht Jahren für "Verdienste um das Bankwesen" zum Ritter geschlagen worden.
Doch mit der Übernahme des niederländischen Konkurrenten ABN Amro 2007 beging Goodwin einen schweren Fehler. Als wenig später eine Blase auf dem britischen Immobilienmarkt platzte und die Banken des Landes in den Strudel der weltweiten Finanzkrise gerieten, wurde die Last für die RBS zu schwer. Das Institut wurde mit 46 Mrd. Pfund an Steuergeldern gestützt und befindet sich zu rund 80 Prozent in Staatsbesitz. Seither wird Goodwin in britischen Boulevardmedien "Fred the Shred" genannt - "Fred, der Schredder".
Eklat um Boni brachte auch Cameron Kritik ein
Premierminister Cameron begründete den nachträglichen Entzug der Ritterwürde mit einer im Dezember veröffentlichten Untersuchung der britischen Finanzaufsicht (FSA). Die Behörde hatte in ihrem Bericht zur Finanzkrise Goodwin und andere frühere Konzernchefs für den Niedergang der RBS verantwortlich gemacht, räumte aber auch eigene Fehler bei der Beaufsichtigung des Instituts ein.