Die BayernLB hat im ersten Halbjahr trotz einer wesentlich höheren und Risikovorsorge für faule Kredite und neuer Belastungen durch den Konzernumbau schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzerngewinn habe sich auf 359 Mio. Euro summiert, nach einem Verlust von 722 Mio. im Jahr zuvor, teilte Deutschlands zweitgrößte Landesbank am Dienstag in München mit.
Vorstandschef Michael Kemmer bleibt für das Gesamtjahr 2009 aber vorsichtig: "Unverändert kann ein negatives Ergebnis nicht ausgeschlossen werden." Es sei mit einer verstärkten Belastung durch Kreditausfälle zu rechnen, insbesondere in Osteuropa, wo die BayernLB mit ihrer österreichischen Tochter HGAA und der ungarischen MKB aktiv ist.
"Die BayernLB ist jedoch solide kapitalisiert und damit aus heutiger Sicht hinreichend gegen eventuelle weitere negative Veränderungen des Marktumfeldes abgepuffert", sagte Kemmer. Nach der 10 Mrd. Euro schweren Finanzspritze durch das Land Bayern, die das Geldhaus im vergangenen Herbst vor dem Kollaps bewahrte, liegt die Kernkapitalquote derzeit bei 10,4 Prozent - ein im Branchenvergleich ordentlicher Wert.
Die Risikovorsorge vervierfachte sich im Halbjahr auf 704 Mio. Euro, davon fielen allein 566 Mio. im zweiten Quartal an. Mit 246 Mio. Euro seien zudem bereits rund 90 Prozent der erwarteten Kosten für den Konzernumbau im Halbjahr verbucht worden.