Damit die Inflation die Ersparnisse aber nicht auffrisst, sollte man sein
Geld rentabel anlegen. Vielen Sparern entgehen gute
Zinsen, weil sie ihr
Geld einfach auf dem
Girokonto oder einem klassischen
Sparbuch liegen lassen. Der
Bundesbank zufolge steckten im August 2011 728 Mrd. Euro in täglich fälligen Einlagen - bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 0,9 Prozent. Mit Blick auf Sicherheit, Rendite und Transparenz raten Verbraucherschützer den Sparern zu
Tagesgeld und
Festgeld sowie Bundeswertpapieren.
Am beweglichsten ist man dabei mit einem Tagesgeldkonto: Diese Einlage bei
Banken und
Sparkassen ist - wie der Name
Tagesgeld schon sagt - täglich und damit jederzeit verfügbar und nicht an Laufzeiten gebunden. "Früher sparten die Leute
Geld auf dem
Sparbuch an, heute nutzen sie dazu das Tagesgeldkonto", erklärt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt.
Tagesgeld gilt als ideal, um
Geld zu parken, das man gerade nicht benötigt. Anders als auf den meisten Girokonten gibt es dafür auch
Zinsen - und zwar gar nicht so wenig. Denn der Markt für
Tagesgeld ist wieder in Schwung gekommen. Die Zeiten für Anleger sind lukrativer geworden: Immer mehr
Banken werben mit gestiegenen
Zinsen für
Tagesgeld um Kunden. Dabei tun sich insbesondere
Direktbanken mit attraktiven Angeboten hervor: Um die 2,7 Prozent
Zinsen aufs
Tagesgeld bieten die
Onlinebanken.
Dagegen müssen Kunden von Filialbanken sich mit etwa 1,25 Prozent
Zinsen für
Tagesgeld zufriedengeben. Der große Unterschied lässt sich mit der Kostenstruktur der jeweiligen Anbieter erklären, sagt Heike van Laak, Sprecherin der Stiftung Warentest: "Die günstigeren Konditionen können
Direktbanken anbieten, weil sie kein kostenintensives Filialnetz brauchen und mit deutlich weniger Personal auskommen."
Doch auch 2,7 Prozent
Zinsen auf das
Tagesgeld mögen manchen Sparern niedrig erscheinen. Schließlich lag die Inflationsrate im Oktober 2011 laut Angaben des Statistischen Bundesamts mit 2,5 Prozent nur knapp darunter. Beachten muss man dabei aber, dass
Tagesgeld praktisch 100-prozentig sicher ist. Einlagen bis 100.000 Euro sind durch die staatliche Einlagensicherung garantiert, darüber hinaus unterhalten auch die
Banken einen entsprechenden Einlagensicherungsfonds. Und wer kein Risiko eingeht, muss eben bei der Rendite Abstriche machen. Die so beim
Tagesgeld erkaufte Sicherheit ist gerade in turbulenten Börsenzeiten nicht zu unterschätzen.