Trotz Konjunkturerholung:US-Leitzinsen bleiben auf Rekordtief
Die US-Notenbank sieht zwar eine wirtschaftliche Besserung, belässt den Leitzins aber trotzdem auf seinem historischen Tief. Zudem verlängerte die Fed das Ankaufprogramm für langfristige Staatsanleihen.
Die US-Notenbank Fed ließ bei ihrer jüngsten Sitzung den Leitzins unverändert bei seinem historischen Tiefstand von 0 bis 0,25 Prozent. Die Entscheidung war trotz zunehmender Anzeichen für eine Konjunkturerholung erwartet worden. In einer Erklärung zum Abschluss der zweitägigen Sitzung am Mittwoch zeigte sich die Fed dennoch zuversichtlich. Die wirtschaftliche Entwicklung stabilisiere sich, hieß es.
Die Fed teilte darüber hinaus mit, sie werde ihr seit dem Frühjahr laufendes Ankaufprogramm für langfristige Staatsanleihen bis Ende Oktober verlängern. Die angepeilte Höchstsumme von 300 Mrd. $ werde aber nicht geändert. Als Grund für die unerwartete Verlängerung schrieb die Notenbank im Begleitkommentar zum Zinsbeschluss, den Finanzmärkten solle ein sanfter Übergang ermöglicht werden, bevor das Programm ende.
Im Frühjahr hatte die Fed entschieden, Staatspapiere und andere Anleihen zu kaufen. Sie pumpt auf diese Weise Geld in das Bankensystem und die Wirtschaft, um die schwerste Rezession seit Jahrzehnten abzufedern.
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