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Merken   Drucken   11.08.2012, 14:51 Schriftgröße: AAA

Umgangene Sanktionen: Standard Chartered will in Iran-Affäre beschwichtigen

Die britische Großbank Standard Chartered steht wegen Finanzdeals mit Iran in den USA am Pranger. Derzeit laufen Gespräche mit Finanzaufsicht und Justiz. Im schlimmsten Fall droht der Bank der Verlust ihrer US-Lizenz.
© Bild: 2011 Bloomberg
Die britische Großbank Standard Chartered steht wegen Finanzdeals mit Iran in den USA am Pranger. Derzeit laufen Gespräche mit Finanzaufsicht und Justiz. Im schlimmsten Fall droht der Bank der Verlust ihrer US-Lizenz.
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Die in den USA wegen illegaler Iran-Geschäfte unter Beschuss geratene Großbank Standard Chartered  bemüht sich intensiv um eine rasche Beilegung des Streits. Die Bank stehe im Gespräch mit der Finanzaufsicht DFS in New York und den Strafverfolgungsbehörden, heißt es in Finanzkreisen. Die Verhandlungen würden sich noch über das Wochenende hinziehen und könnten in der kommenden Woche zu einem Ergebnis führen. Allerdings müsse auch damit gerechnet werden, dass die Versuche einer Beilegung der Differenzen scheiterten, sagen Insider.

Die Bank, lange Zeit eines der Vorzeigehäuser der Branche, muss um ihre US-Lizenz bangen. Die DFS wirft StanChart vor, fast zehn Jahre lang trotz bestehender Iran-Sanktionen Transaktionen mit dem Land abgewickelt zu haben. Die Rede ist von einem Gesamtvolumen von über 250 Mrd. Dollar. StanChart habe wie eine "Schurkenbank" agiert und das US-Finanzsystem für Terroristen und Drogenhändler geöffnet. Die Vorwürfe mitsamt kompromittierender E-Mails wurden am Montag veröffentlicht. Die Aktie stürzte danach um ein Viertel ab, binnen weniger Stunden verlor das Institut 17 Mrd. Dollar an Börsenwert. Erst am Mittwoch erholte sich das Papier wieder etwas und legte in London sieben Prozent zu.

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  • Reuters, 11.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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