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Trotz der Erholung an den Aktienmärkten sorgten die Euro-Schuldenkrise und die Abkühlung des weltweiten Wirtschaftswachstums auch im vierten Quartal 2011 dafür, dass sich Anleger mit riskanten Investments zurückhielten. So hatten sovor bereits Goldmans Wettbewerber
JP Morgan und die
Citigroup deutliche Gewinnrückgänge vorgelegt.
"Goldmans Einbruch im Handelsgeschäft ist keine große Überraschung, denn sie sind in hohem Maße von den Märkten abhängig und die Investoren sind sehr vorsichtig", sagte Bankenexperte Chris Whalen von Institutional Risk Analytics. "Sie sind nicht einmal eine richtige Bank", fügt er mit Blick auf Goldmans geringes Engagement im klassischen Bankgeschäft hinzu.
Wie sehr Goldman Sachs in diesen Zeiten damit zu hadern hat, spiegelt sich vor allem in einem deutlichen Rückgang der Gewinne und Erträge wider: Insgesamt verdiente Goldman Sachs im vergangenen Jahr 4,4 Mrd. Dollar, so wenig wie zuletzt im Krisenjahr 2008. 2010 lag der Gewinn dagegen noch bei 8,4 Mrd. Dollar. Die Einnahmen des Gesamtjahres gingen um 26 Prozent auf 28,8 Mrd. Dollar zurück.
In allen übergeordneten Geschäftsbereichen musste die Bank im letzten Quartal in 2011 im Vergleich zum Vorjahr Einbußen hinnehmen. Den stärksten Einbruch erlitt die Bank im Beratungs- und Emissionsgeschäft. Mit 857 Mio. Euro im vierten Quartal lagen die Gebühreneinnahmen um 43 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Gegenüber dem dritten Quartal stiegen sie allerdings um zehn Prozent. Im Vergleich zu Wettbewerbern wie JP Morgan und Citigroup sehe Goldmans Bilanz aus dem vergangenen Quartal eigentlich ziemlich gut aus, sagte Jeff Harte, Chefanalyst beim Finanzdienstleister Sandler O'Neill.