Die drittgrößte französische Bank Crédit Agricole ist wegen des Verkaufs ihrer griechischen Tochter Emporiki und anderer Sonderbelastungen tief in die roten Zahlen gerutscht. Im dritten Quartal sei ein Verlust von 2,85 Mrd. Euro angefallen, teilte die Bank am Freitag in Paris mit. Im Vorjahr hatte die Bank noch 258 Mio. Euro verdient.
Der Emporiki-Verkauf belastete das Ergebnis mit knapp 2 Mrd. Euro. Darüber hinaus musste die Crédit Agricole 572 Mio. Euro auf ihr Geschäft mit Konsumkrediten abschreiben.
Zudem drückte wie bei vielen Großbanken die Neubewertung eigener Schulden mit 647 Mio. Euro auf das Ergebnis. Dieser Effekt wirkt sich in operativ besseren Zeiten für die Banken negativ aus, in schlechteren wie vor einem Jahr schönt er die Bilanz.
Die Crédit Agricole war 2006 bei Emporiki eingestiegen und hatte angesichts der Griechenland-Krise mit der Tochter hohe Verluste eingefahren. Emporiki war bis auf 2007 stets in der Verlustzone. Bis Mitte 2012 sind für die Crédit Agricole Verluste von rund 5,7 Mrd. Euro angefallen.