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Merken   Drucken   24.09.2009, 20:59 Schriftgröße: AAA

Verlust der Landesbanken: Warten auf die zweite Welle  

Leitartikel Der erwartete Milliardenverlust bei der LBBW zeigt, wie schlecht es um das Geschäftsmodell der Landesbanken bestellt ist. Nur die Eigentümer müssen das endlich einsehen.
Vielleicht ist es Zufall, dass die Nachricht vom erwarteten Milliardenverlust bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) drei Tage vor der Bundestagswahl durchgesickert ist. Doch wer glaubt bei den hoch politisierten Landesbanken schon an Zufälle. Für Ministerpräsident Günther Oettinger und seine Partei, die CDU, ist das neue Loch bei der LBBW jedenfalls ein weiterer Tiefschlag. Das Land hat seit Beginn der Finanzkrise bereits mehrere Milliarden Euro in das Institut gesteckt und will es ohne die Hilfe des Bundes sanieren. Oettingers Schicksal ist seitdem eng mit dem seiner Landesbank verknüpft.
Auch manch anderem Ministerpräsidenten droht neuer Ärger. Denn die LBBW wird kein Einzelfall bleiben: Mehrere Landesbanken haben bereits vor einer schlechten zweiten Jahreshälfte gewarnt. Nachdem die Institute die heftigsten Auswirkungen der Finanzkrise einigermaßen verdaut haben, bekommen sie es nun mit den Spätfolgen der Wirtschaftskrise zu tun: Kredite für Unternehmen und gewerbliche Immobilien fallen aus.
Ob es überall so schlimm wird wie bei der LBBW, ist noch nicht gesagt. Die Bank hält ein besonders großes Volumen an Firmen- und Immobilienkrediten in ihren Büchern. Zudem hat sie einen neuen Chef, der sich später sicher gern als Sanierer feiern lassen möchte. Da liegt es zumindest nahe, im ersten Jahr möglichst viel abzuschreiben.

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  • Aus der FTD vom 25.09.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 29.09.2009 17:58:10 Uhr   Melanie Gatzke: Unfähig-blind und taub.

    Man kann nur noch staunen.
    Zitat:
    Viele Ministerpräsidenten haben das Problem ihrer Landesbanken zu spät oder immer noch nicht erkannt.-
    ------
    Man oh man, wo leben die denn. Langsam wird einem unheimlich, wenn man nachdenkt, wer uns da so alles verwaltet und regiert. Alles Nieten,
    alles Seilschaften, Abstellgleise für durchgefallene Politiker und was da sonst noch alles "unterkommt"- Vetter -Schwager-Onkel-Tante- Ehefrau und Ehemann--Söhn und Töchter u.s.weiter....
    . Gut geparkt bei den Landesbanken, krisensicher und risikolos. Egal was sie machen, sie kommen immer davon.
    Davon kann so mancher nur träumen, der sein Brot in der freien Wirtschaft verdient - womöglich noch als selbstständiger- Mittelständler - Handwerker oder sonst was. eine einzige Katastrophe, was die anstellen.. Was würde wohl einem Mediziner passieren, wenn er soviel Mist machen würde? Ja, er würde fristlos entlassen. Nicht so bei den Bankern.
    Na ja, wir können es uns ja leisten. Die Reservekassen sind ja prall gefüllt- da ist genug da für die nächste Rettung. Schämen die sich für ihre grenzenlose Dummheit eigentlich gar nicht?

  • 28.09.2009 23:44:39 Uhr   Schwingsel: Die Landesbanken sind reiner BETRUG !
  • 26.09.2009 16:30:07 Uhr   Jörg Albert: Ist bereits alles geschrieben?
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