Die operativen Einnahmen der Deutschen Pfandbriefbank halbieren sich - vor allem wegen des schlechten Zinsgeschäfts. Doch trotz Schuldenkrise macht die Kernbank der HRE Gewinn. Die großen Risiken trägt der Steuerzahler.
Die Hypo Real Estate (HRE) muss zwar anders als viele Banken keine hohen Abschreibungen auf Staatsanleihen verkraften, spürt aber trotzdem das schwierige Marktumfeld. Die Kernbank des verstaatlichten Instituts, die Deutsche Pfandbriefbank pbb, wies am Dienstag für das dritte Quartal 2011 einen Gewinneinbruch aus. Vor Steuern seien nur noch 43 (Vorjahr: 119) Mio. Euro verdient worden. Hauptgrund dafür waren die fast halbierten operativen Einnahmen von 129 Mio. Euro - hier vor allem im Zinsgeschäft. Auch das Handelsergebnis brach massiv ein.
Die pbb schloss das fünfte Quartal in Folge mit einem Gewinn ab. Trotz der Schuldenkrise in vielen Euro-Ländern machte das Unternehmen ein Neugeschäft von 1,6 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr sollen es weiterhin rund 8 Mrd. Euro sein.
Der einstige DAX-Konzern, der in der Finanzkrise nur dank Staatshilfen von rund 150 Mrd. Euro überleben konnte, ist auch als Ganzes wieder profitabel. So summierte sich der Vorsteuergewinn der HRE von Juli bis September auf 36 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 408 Mio. zu Buche stand. Es ist allerdings das schlechteste Quartal des Jahres.
Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen, die zuletzt viele Banken und Versicherer in Mitleidenschaft gezogen hatten, spielen bei der HRE keine Rolle. Denn die gefährlichsten Wertpapiere und Kredite sind allesamt in die Bad Bank FMS ausgelagert, für die der Steuerzahler geradesteht.
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