Der Zusammenbruch der Bank erschütterte die Finanzwelt. Gut drei Jahre danach können Lehman-Geschädigte auf die Auszahlung einer Entschädigung hoffen - die angesichts des Schadens vergleichsweise gering ausfallen wird.
Die auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zusammengebrochene US-Investmentbank Lehman Brothers verlässt den Gläubigerschutz. Am Dienstag stimmte das US-Insolvenzgericht dem Plan zur Restrukturierung des Instituts zu. Die Insolvenz hatte vor rund zweieinhalb Jahren das Weltfinanzsystem nachhaltig erschüttert.
Lehman rechnet damit, Anfang kommenden Jahres mit der Auszahlung der Abfindung in Höhe von geschätzten 65 Mrd. Dollar an Gläubiger zu beginnen. Die einst viertgrößte US-Investmentbank hatte im September 2008 Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Allerdings wird das Geld nicht auf einen Schlag fließen. Die Bank hat nur einen Teil des Vermögens bar in der Kasse. Der überwiegende Teil sind Immobilien, die erst noch verkauft werden müssen.
Lehman Brothers war im September 2008 wegen missglückter Spekulationen auf dem US-Häusermarkt zusammengebrochen. Die Pleite hatte die Finanzkrise angefacht. Seit dieser Zeit läuft die Abwicklung der einst viertgrößten Investmentbank der Welt. Das Prozedere zog sich so lange hin, weil Lehman Tochterfirmen in mehr als 40 Ländern hatte. Auch in Deutschland kümmert sich ein Insolvenzverwalter um die Ansprüche.
Lehman ist die größte Pleite der US-Unternehmensgeschichte. Derzeit versucht das Unternehmen seine Vermögenswerte zu Geld zu machen, um möglichst viele der Ansprüche von mehr als 300 Mrd. Dollar bedienen zu können. Die einst viertgrößte US-Investmentbank war am 15. September 2008 infolge der Immobilienkrise zusammengebrochen und hatte damit das weltweite Finanzsystem ins Wanken gebracht.
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