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28.12.2011, 15:30
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Zwangsferien für Banker:
Händler, mach mal Urlaub
© Bild:
2010 reuters
Banken verpflichten ihre Händler, einmal im Jahr mindestens zwei Wochen lang ununterbrochen ihrem Arbeitsplatz fern zu bleiben. Dabei geht es aber weniger um Burn-out, sondern vielmehr um Buchprüfung.
von Frank Bremser
Es gibt vieles, das süchtig macht. Drogen, Alkohol, Internet - und Börsenhandel. Und letzerer sogar so sehr, dass die Händler von Banken nicht mal mehr in Urlaub gehen. Deshalb schicken Geldhäsuer ihre Trader in Zwangsurlaub. Sie sind verpflichtet, eine längere Zeit am Stück nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren und gleichzeitig auch ihren Blackberry nicht mehr zu benutzen - sie müssen für ein paar Tage völlig aus der Finanzwelt verschwinden. Die
Credit Suisse etwa hat Schweizer Medien zufolge zum 1. Januar 2012 die Zwangesferien für Händler auf zehn Arbeitstage verlängert. Bislang war es lediglich eine Woche.
Dahinter steckt aber nicht die Sorge um das Wohl und die Gesundheit des Angestellten, sondern die Angst um die Sicherheit der Bank. Ist ein Händler zwei Wochen nicht an seinem Desk, ist es einfacher, seine Geschäfte zu überprüfen.
Und das ist notwendig. So sagte etwa
Jérôme Kerviel , der bei
Société Générale (SocGen) solide 5 Mrd. Euro versemmelte: "Die simple Tatsache, dass ich 2007 nur vier Tage Urlaub genommen habe, hätte Verdacht wecken müssen. Das ist eine der wichtigsten Buchprüferregeln: Ein Händler, der nie Urlaub nimmt, ist ein Händler, der niemanden an seine Bücher lassen will." Ein weiteres Beispiel ist Jon Corzine, der die Investmentbank MF Global gegen die Wand fuhr: Der nahm gar keinen Urlaub.
Teil 2: Der UBS hilft es nicht
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FTD.de, 28.12.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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