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21.05.2010, 08:30
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Media Markts Kampf um China
Bislang hatten sich die Elektrohändler Media Markt und Best Buy die Welt aufgeteilt. Nun fordern die Deutschen den US-Marktführer zum ersten Mal direkt heraus. In China kämpfen beide um die Vorherrschaft in der Branche.
von Henning Hinze Ingolstadt
und Birgit Dengel Shanghai
Die Huai Hai Road ist eine feine Adresse in Schanghai. Den Prachtboulevard säumen Filialen von Hermès und Louis Vuitton, genauso wie ein riesiger Barbie-Store und Handygeschäfte. An der Nummer 527 soll im Oktober auf sechs Etagen der erste Media Markt Chinas eröffnen, ein Flagshipstore mit 9000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Wan De Cheng, wird Media Markt auf Chinesisch heißen: Stadt, in der du alles bekommst.
In einer skurrilen Show wurde die Filiale am Donnerstag schon einmal virtuell eröffnet. Die Konzernmutter
Metro hatte in den Expo-Pavillon der Stadt Düsseldorf geladen, zu einem mediengerechten Fototermin samt Vorstand und Bundespräsident Horst Köhler, der gerade auf Staatsbesuch dort weilt. Auf einem riesigen Flachbildschirm teilte sich flimmernd ein roter Vorhang, und es startete ein computeranimierter Rundgang durch die neue Filiale. "China bietet ein unvorstellbares Marktpotenzial", schwärmte Roland Weise, der Chef der Media-Saturn-Holding. "Ich bin gespannt auf den Wettbewerb mit den anderen."
Rivalen in Asien
Die anderen, das ist vor allem der Konkurrent
Best Buy aus den USA, die weltweite Nummer eins. Bislang sind sich die beiden Handelsgiganten aus dem Weg gegangen. Die Marktführer hatten die Welt unter sich aufgeteilt: Best Buy beherrscht Nordamerika, Media Markt Europa.
Nun fordern die Deutschen in China zum ersten Mal einen Konkurrenten heraus, der noch größer und aggressiver ist als sie selbst - und der sich bereits daranmacht, sie in ihrer Heimat anzugreifen. Es geht dabei um nichts weniger als um die Vorherrschaft im weltweiten Elektrohandel.
China gilt dabei als Schlüsselmarkt, schon heute umgerechnet 82 Mrd. Euro schwer. In fünf Jahren sollen dort rund 180 Mrd. Euro mit Elektrogeräten umgesetzt werden. Best Buy ist bereits seit 2006 im Land und betreibt dort mit der Schwestermarke Five Star mehr als 180 Filialen. Und auch sonst haben die Amerikaner die Nase vorn: In seinen mehr als 4000 Geschäften setzte der US-Riese 2009 knapp 50 Mrd. $ um, während die Deutschen mit ihren knapp 800 Läden auf 19 Mrd. Euro kamen.
Teil 2: "Wir bleiben Nummer eins"
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Aus der FTD vom 21.05.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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