Auf dem Weg nach Köln:UPS-Frachtjumbo bei Dubai abgestürzt
Der 747-Luftfrachter war auf dem Weg aus dem Wüstenstaat nach Deutschland und stürzte kurz nach dem Start ab. Über die Absturzstelle herrscht noch Unklarheit. Zwei Menschen befanden sich an Bord.
von Gerhard Hegmann
Ein Frachtflugzeug ist in der Nähe von Dubai abgestürzt. Dabei handelt es sich offensichtlich um einen Jumbo-Jet des US-Paketdienstes UPS. Das Unternehmen bestätigte die Herkunft der Maschine. Sie sei mit zwei Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Dubai nach Köln gewesen, teilte das Unternehmen mit. Der Absturz sei kurz nach dem Start erfolgt. In den letzten Funksprüchen soll die Besatzung nach Medienberichten von Feuer im Cockpit gesprochen haben.
Das Flugzeug soll nach unbestätigten Meldungen auf eine Schnellstraße gestürzt sein. Der staatlichen Nachrichtenagentur WAM zufolge lag die Absturzstelle in einem unbewohnten Wüstengebiet. Nach Angaben in Luftfahrtexpertenforen im Internet handelt es sich bei der UPS-Frachtmaschine um eine Boeing 747-400. Die Besatzung habe noch einen Notruf abgesetzt. Über die Absturzursache oder Opfer war zunächst nichts bekannt. Die Jumbo-Jets von UPS gehören zu den weltgrößten Frachtflugzeugen.
Der US-Logistikkonzern UPS betreibt mit 216 Frachtmaschinen eine der weltgrößten Transportflotten. Dazu gehören auch zwölf große Jumbo Jets 747-400, die mit Triebwerken des US-Herstellers General Electric ausgerüstet sind. Der Listenpreis eines Fracht-Jumbo Jets 747-400 beträgt rund 240 Mio. Dollar. Nach noch nicht bestätigten Meldungen wurde die Unglücksmaschine erst 2007 ausgeliefert.
Mit der UPS-Maschine ist ein weiteres Flugzeug in der Großregion Mittlerer Osten abgestürzt. Erst Ende Juli war ein Lufthansa-Frachtflugzeug bei der Landung auf dem Flugplatz der saudi-arabischen Hauptstadt Riad auseinander gebrochen und ausgebrannt. Der Pilot und Kopilot konnten sich verletzt retten. Die Maschine vom Typ MD-11 war von Frankfurt am Main aus über Riad und Sharjah nach Hongkong unterwegs gewesen.
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