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Merken   Drucken   11.02.2011, 15:56 Schriftgröße: AAA

Aus für Energieberatung: Koflers "ADAC für Energiesparer" gescheitert

Exklusiv Privatleute sollten sich in einem Club zusammenschließen und gemeinsam Energie sparen. Die Idee klang vielversprechend, zündete aber nicht. Der ehemalige Premiere-Chef beerdigt den Plan, ein Manager muss gehen. von Michael Gassmann 
Der frühere Chef des TV-Senders Premiere (heute Sky ), Georg Kofler, steigt nach nur wenigen Monaten aus dem Geschäft der Energieberatung für Privatleute aus.
Die mit ambitionierten Plänen gestartete Kofler Energies Club AG stelle ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten ein. Das sagte eine Sprecherin des Unternehmens FTD.de. "Der Kofler Energies Club hat den realen Markttest nicht bestanden", kommentierte Kofler selbst die Ereignisse.
Zudem verlässt der Chef des Privatkundengeschäfts, Peter Vest, das Unternehmen. Die Trennung erfolge "im gegenseitigen Einvernehmen".
Die Sprecherin sagte: "Die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen, dass die Marktakzeptanz für die vom Kofler Energies Club angebotenen Energieeffizienz-Produkte deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen liegt", Wie viele Privathaushalte sich als Clubmitglieder angemeldet haben, wollte sie nicht mitteilen. Die Bestandskunden erhielten aber weiter die zugesagten Leistungen.
Kaum ein halbes Jahr nach dem Start im Oktober 2010 verabschiedet sich der frühere Medien-Manager damit von der Idee eines profitabel zu betreibenden Energiespar-Clubs. Kofler schwebte eine Art "ADAC für Energiesparer" vor.
Bei Privatleuuten konnte Georg Kofler nicht landen   Bei Privatleuuten konnte Georg Kofler nicht landen
In kurzer Zeit sollten Millionen von Kunden mit der Idee gewonnen werden, gegen einen festen Mitgliedsbeitrag von jährlich 75 Euro Einsparungen bei den Energiekosten zu erzielen, die die Mitgliedskosten deutlich übersteigen sollten. Gelingen sollte dies mithilfe von Energiespar-Tipps und einem gebündelten - und damit günstigerem - Einkauf von Strom und Gas. Doch offenbar sprach das Angebot die Privathaushalte kaum an. Auch Fernsehwerbung nützte wenig.
Geschäft mit Firmenkunden läuft weiter
Dagegen entwickele sich die Sparte Geschäftskunden positiv, so das Unternehmen. Hier sei der Umsatz im vergangenen Jahr um gut 30 Prozent auf rund 160 Mio. Euro gestiegen. Operativ hätten die wichtigsten Beteiligungen in dem Segment inzwischen schwarze Zahlen erreicht. "Kofler Energies bündelt seine Kräfte künftig im Geschäftskundensegment, das sich erfolgreich entwickelt", teilte das Unternehmen mit. Gut 800 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen in seinem Firmenkundengeschäft.
  • FTD.de, 11.02.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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