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Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deKritik von aussen ist immer schwierig. Die Kritik am Journalisten des Artikels ist aber nicht berechtigt. Es werden die zutreffenden Fragen gestellt. Der Erhalt im Ganzen ist zwar ein schönes Ziel in der Insolvenz, aber oft unrealistisch. Es scheint so, dass dies auch hier unrealistisch war. Ein Insolvenzverwalter muss auch immer in Alternativen denken. Daran fehlte es hier, zumindest wurde es nicht öffentlich kommuniziert. Ein Teilverkauf der Warenhäuser ist allemal besser, als eine vollständige Schliessung. Wenn nur 60% rentabel arbeiten, dann ist es in der Insolvenz auch richtig, nur diese zu erhalten. Je früher dies umgesetzt wird, desto besser ist es. Bei Quelle fällt auf, wielange man über den Massekredit verhandelt hat und mit welch einem juristischen Umfang. Die Fortführung in der Insolvenz erfordert zwei Dinge: Ein "insolvenzfähiges" Produkt und die Finanzierung. Der einfache Handel mit Waren ist insolvenzfähig ohne grosse Probleme. Die Finanzierung sollte durch den Massekredit dargestellt werden. Dieser floss jedoch vollständig, so die Presse, an die Factoring- Bank. Das ist fatal. Besser wäre es gewesen, sich von dieser Factoring- Bank zu verabschieden, was sicher Probleme bei der Debitorenverwaltung verursacht hätte, aber einen direkten Liquiditätszufluss sichergestellt hätte. Der Massekredit wäre dann auch beim Verwalter angekommen. Eine Factoring- Bank saugt in der Insolvenz Liquidität ab, weil sie dazu neigt, sich überallhin abzusichern. Bei besserer Liquiditätsausstattung wäre es augenscheinlich möglich gewesen, länger fortzuführen, um geeigneter nach Übernahmeinteressenten zu suchen und nicht gerade vor dem Weihnachtsgeschäft zu schliessen. Die juristische Arbeitskraft hätte man besser in die sicher komplizierte Debitorenbeitreibung gesteckt, anstatt darin, einen 700 seitigen Massekreditvertrag auszuhandeln, wie zu lesen war.