Nach der verschobenen Eröffnung des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg werden voraussichtlich 400 Menschen ihren Job verlieren. Clarissa Schmidt, Sprecherin der Potsdamer Arbeitsagentur, bestätigte am Freitag einen Bericht des "Tagespiegels". Schmidt sagte, etwa 50 bis 60 der insgesamt rund 90 am Flughafen angesiedelten Unternehmen seien befragt worden, welche Konsequenzen sich für sie nach der verschobenen Eröffnung ergeben.
Nach ursprünglichen Planungen sollten 900 neue Jobs entstehen - vor allem in Handel, Gastronomie und Dienstleistungen. Die Eröffnung des Flughafens wurde wegen Baumängeln von Anfang Juni auf März 2013 verschoben.
Die Lufthansa hat sich die Start- und Landrechte am Berliner Alt-Flughafen Tegel für ihre Flugplanerweiterung gesichert. Die Kranich-Linie hätte alle der von ihr geforderten sogenannten Slots erhalten, sagte Lufthansa-Manager Oliver Wagner am Freitag in der Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat".
Die Lufthansa musste in den vergangenen Wochen ihre Planung umwerfen, nachdem die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens vom Juni diesen Jahres auf März 2013 verschoben worden war. An dem unter dem Kürzel "BER" bekannten Großairport wollte die Fluglinie ihre Berlin-Verbindungen ab dem 3. Juni auf 38 Städte in Europa und dem Nahen Osten aufstocken. Bisher waren es lediglich acht Destinationen. Die Erweiterung muss die Lufthansa nun - ebenso wie Rivale Air Berlin - am alten Westberliner Flughafen Tegel abwickeln. Einfach werde das nicht, betonte Wagner, der bei der Lufthansa unter anderem für die Verkehre abseits der Drehkreuze Frankfurt und München zuständig ist. "In Tegel ist es enger als in BER, unsere Operation wird auf Kante genäht sein." Insbesondere im Winter, wenn Flugzeuge enteist werden müssen, könnte es zu Problemen kommen.