Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway des US-Investors Warren Buffett hat ihren Gewinn zu Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Im ersten Quartal stieg der Überschuss um 115 Prozent auf 3,25 Mrd. Dollar. Das teilte das von dem 81-jährigen Buffett geführte Unternehmen am Freitag (US-Ortszeit) mit.
Dazu habe vor allem das Geschäft mit Lebensversicherungen beigetragen, das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht von Naturkatastrophen belastet wurde. Besonders gut entwickelte sich auch die Derivate-Sparte. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 38,15 Mrd. Dollar zu. Die Kasse von Berkshire ist mit 37,83 Mrd. Dollar prall gefüllt.
Im Vorjahreszeitraum hatte das Konglomerat 1,5 Mrd. Dollar verdient. Damals hatten unter anderem die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie Überschwemmungen in Australien das wichtige Versicherungsgeschäft schwer belastet.
Viele Anleger dürfte mehr als die Erst-Quartalszahlen noch die anstehende Hauptversammlung interessieren. Am Samstag treffen sich fast 40.000 Aktionäre in Buffetts Heimatstadt Omaha. Die Veranstaltung wird auch als "Woodstock des Kapitalismus" bezeichnet.
Buffett führt das weltweite Konglomerat aus fast 80 Firmen und mehr als 270.000 Beschäftigten zusammen mit Partner Charlie Munger. Mitte April hatte Buffett bekanntgegeben, an Prostatakrebs erkrankt zu sein. Trotzdem will er das Geschäft auch während der medizinischen Behandlung weiterführen. Buffett versicherte zuletzt, er habe keine Beschwerden: "Ich fühle mich großartig, als ob ich gesund wäre." Dennoch kam sogleich die Diskussion um Buffetts Nachfolge wieder hoch. Es gibt einen Kandidaten, der Name ist aber geheim.
Berkshire Hathaway besitzt unter anderem nennenswerte Anteile an Coca-Cola und Goldman Sachs .