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Merken   Drucken   28.06.2005, 12:44 Schriftgröße: AAA

Burger King will bereits 2006 an die Börse  

Die Fastfood-Kette Burger King erwägt, bereits im Jahr 2006 eigene Aktien auszugeben. Mit der Ankündigung des Börsenganges scheint die Sanierung der Nummer zwei in der Burger-Branche beendet zu sein. von Tim Höfinghoff, New York
Eine Burger-King-Restaurant in China   Eine Burger-King-Restaurant in China
Der Gang an die Börse sei "der aussichtsreichste Ausstieg" für die derzeitigen Eigner, sagte Burger-King-Chef Greg Brenneman anlässlich der Eröffnung des ersten Burger-King-Restaurants in China. "2006 ist das früheste Datum, aber kein definitiver Zeitpunkt", sagte Brenneman. Burger King gehört den Finanzinvestoren Texas Pacific Group, Goldman Sachs Capital Partners und Bain Capital. Sie hatten die Restaurantkette vor drei Jahren für 1,5 Mrd. $ vom britischen Getränkekonzern Diageo  gekauft.
Die Kette, die 11.000 Restaurants in 65 Ländern betreibt, hatte in den vergangenen Jahren unter schwachen Wachstumsraten und zahlreichen hausgemachten Problemen gelitten. Unter den Schnellrestaurants herrscht weltweit ein hoher Wettbewerbsdruck und somit der Zwang, die Kunden mit laufend neuen Angeboten an sich zu binden. Auch der Hauptkonkurrent McDonald's  litt unter den verschärften Bedingungen, vermochte sich den wechselnden Bedürfnissen der Kunden aber schneller anpassen. Burger King dagegen konnte seit einigen Jahren nicht mehr mit den anderen Ketten mithalten.
Auf Wachstumskurs
Nach einer schwierigen Restrukturierungsphase ist das Unternehmen nun aber wieder auf Wachstumskurs. In diesem Jahr wird die Kette voraussichtlich den besten Absatzzuwachs seit 20 Jahren erzielen. An Marktführer McDonald's kommt Burger King aber noch lange nicht heran: Der Branchenprimus ist mit 30.000 Filialen in 120 Ländern und einer Marktkapitalisierung von 36 Mrd. $ dreimal so groß wie Burger King.
Wachstum versprechen sich die Burger-King-Eigner vor allem durch Expansion im Ausland. Am Montag eröffnete das Unternehmen sein erstes Restaurant in China. Bis zum Jahr 2008 sollen dort 1000 Filialen stehen. Von einer guten Position im rapide wachsenden chinesischen Markt erhoffen sich die Investoren eine hohe Wertsteigerung und damit einen höheren Erlös beim Verkauf der Kette.
Mit dem Gang nach China folgt Burger King seinen wichtigsten Konkurrenten. McDonald's verkauft im Reich der Mitte bereits in 600 Restaurants Hamburger, Salate und Fritten. Yum Brands  (Pizza Hut, KFC) ist schon seit den 80er Jahren mit inzwischen 1300 Filialen in China vertreten.
01:05:04 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
YUM BRANDS 70,34 USD   -1,61%  -1.15
DIAGEO 1527 GBp   -0,62%  -9.5
90,11 USD   -0,87%  -0.79
  • Aus der FTD vom 28.06.2005
    © 2005 Financial Times Deutschland,
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