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Dass Aldi mit seinem Vorstoß erfolgreicher war, hat vor allem einen Grund, sagt Craig Johnson, Präsident der Beratungsfirma Customer Growth Partners. "Sie haben anders als Wal-Mart oder Target auf kleinere Läden gesetzt." Die Aldi-Filialen seien mit bis zu 1400 Quadratmetern deutlich kleiner als die Supercenter des Konkurrenten. "Wal-Mart braucht schon sehr viel Platz, um überhaupt ein Geschäft eröffnen zu können", sagt Sven Oehme. Als Präsident und CEO der European-American Business Organization berät er europäische Unternehmen, die im US-Markt aktiv werden wollen. "Das ist in einer Stadt wie New York extrem schwierig."
Den besonderen Charme der deutschen Aldi-Märkte hat der neue Laden in Queens perfekt kopiert. Die Waren werden lieblos in Kartons gestapelt, nackte Neonröhren flackern unter der Decke. Nur die Eigenmarken heißen hier etwas anders: Da gibt es bayerischen Senf von Deutsche Küche, Bratwurst von Park View und Joghurt von Fit&Active.
Hauptsache billig, lautet die Devise auch in New York. "Im Durchschnitt zahlen Sie hier bis zu 45 Prozent weniger als bei der Konkurrenz", steht auf dem großen bunten Schild, mit dem Aldi seine Kundschaft am Eingang begrüßt. Gleich daneben ein wichtiger Hinweis: Aldi akzeptiert Bargeld und staatliche Lebensmittelmarken, mit denen die Armen in New York einkaufen können. Die sonst üblichen Kreditkarten sind tabu: Alles, was Gebühren verursacht und Zeit kostet, wird konsequent gestrichen.