Zeitstrahl: Das große Schachern um Hapag-Lloyd
Mit der Einigung zieht sich der Reisekonzern aus Hannover weiter aus der Schifffahrt zurück und verringert seine Schulden deutlich. TUI-Chef Michael Frenzel will sich vollständig auf den Tourismus fokussieren. Frenzel könnte den Anteil an der britischen Reisetochter TUI Travel aufstocken, wird in der Branche spekuliert. Aktuell hält die niedersächsische Konzernmutter 55 Prozent an TUI Travel, dem Reise-Marktführer in Europa.
"Es gibt eine Verständigung", gab Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag in Hamburg bekannt. Die Einigung stehe unter dem Vorbehalt, dass die Gremien ihr zustimmten.
Hamburg künftig mit 37 Prozent beteiligt
Am Nachmittag sollte die Bürgerschaft über die Transaktion informiert werden, über die Details bereits im Vorfeld durchgesickert waren. Demnach soll die hoch verschuldete Hansestadt für rund 400 Mio. Euro weitere Anteile übernehmen und käme Insidern zufolge dann auf mehr als 37 Prozent an Hapag-Lloyd.
Weitere Anteile soll der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne übernehmen. Von den übrigen vier Hapag-Aktionären, die sich im Albert-Ballin-Konsortium zusammengefunden haben, wollen Unternehmenskreisen zufolge lediglich die beiden Versicherer Signal Iduna und Hanse Merkur weitere Aktien übernehmen.