Energiekonzerne wollen Atomkraftwerke länger am Netz lassen
Nach Eon hat sich nun auch der RWE-Konzern für eine längere Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke ausgesprochen. Sicherheitsbedenken seien auch bei Laufzeiten von mehr als fünf Jahrzehnten nicht vonnöten, argumentieren die Befürworter.
Montagearbeiter verlegen Stromleitungen zwischen Hochspannungsmasten
Die Atomkraft biete einen entscheidenden Vorteil für Deutschland, da die Technik keine Emission habe, sagte RWE-Finanzvorstand Klaus Sturany am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz der Deutschen Bank in Frankfurt. "Wir begrüßen daher die Diskussion über die Zukunft der Atomkraft."
Es gebe keine Zweifel, dass die Kraftwerke ohne Sicherheitsbedenken länger als 50 Jahre laufen könnten. Die rot-grüne Bundesregierung hatte sich mit den Energiekonzernen auf eine durchschnittliche Laufzeit von 32 Jahren geeinigt. Die CDU/CSU will dies nun wieder rückgängig machen, sollte sie nach der geplanten Bundestagswahl im Herbst die Regierung übernehmen.
Am Montag hatte sich bereits Eon-Chef Wulf Bernotat für eine längere Betriebsdauer ausgesprochen. Bei einer CDU-geführten Regierung rechne er mit längeren Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke, hatte er gesagt. Bernotat sieht eine weltweite Renaissance der Kernkraft. "Wir sehen klare Signale dafür in Großbritannien nach der Wahl." Auch in den USA, Finnland und Frankreich gebe es Bestrebungen, neue Kraftwerke zu bauen.
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