Südsee unterm Hallendach: Das Freizeitbad im brandenburgischen Krausnick bei Berlin lockt bisher zu wenige Besucher an
Als Hauptgrund für die neuerliche Verschiebung verweist Tropical Islands auf Anfrage auf Verzögerungen beim Bau von Gästeferienhäusern im Umfeld des riesigen Hallenbads.
Die Asiaten hatten 2004 die ursprünglich knapp 80 Mio. Euro teure Halle für lediglich 17,5 Mio. Euro vom Insolvenzverwalter des Luftschiffunternehmens Cargolifter gekauft und dabei noch Subventionen kassiert. Inzwischen schauen die Malaysier kritisch auf die Investition. Die Finanzgarantien für den Betrieb werden nur auf Jahresbasis verlängert.
Wie viele Erlebnisbäder braucht auch Tropical Islands mehr Besucher, um kostendeckend zu wirtschaften. Indirekt räumt die Gesellschaft ein, dies allein aus eigener Kraft nicht zu schaffen. Zusätzliche Gäste sollen daher über den Bau von Ferienwohnungen rund um die Megahalle angelockt werden. Doch diese Strategie geht noch nicht voll auf.
2008 unterzeichnete Tanjong mit der dänischen Fertighausfirma Eske und dem Hausvermittler Novasol einen Vertrag über bis zu 2000 Ferienhäuser mit 12.000 Betten. Rund 670 Mio. Euro sollten investiert werden. Mit der Finanzkrise 2009 scheiterte dann das Vorhaben. Nun baut Tanjong mit der deutsch-dänischen Fertighausfirma Planet. Aber auch hier gibt es Verzögerungen. So sollten bis November 109 Häuser fertig sein - tatsächlich sind es nur rund die Hälfte. Bis Ende 2012 sind 439 Häuser geplant - falls sich Käufer finden.