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Ganz zu Anfang: Ich war Unternehmerin und noch nie in einer Gewerkschaft. Ich bin auch kein Mitglied irgendeiner Partei, schon gar
nicht einer Linkspartei.
Hallo, Herr Jounalist, wie hoch ist ihr Gehalt und welcher Chef verlangt von Ihnen, so häßlich über andere Arbeitnehmer zu
schreiben? Wie hoch ist eigentlich der Betrag, den Herr Hundt pro Jahr insgesamt einfährt, ob er ihn tatsächlich verdient hat,
kann ich nicht beurteilen. Mit welchen Sponsorengeldern kam eigentlich Herr Göhner auf seinen Listenplatz
und jetzt auf die Stelle, die er innehat? Ganz ohne?
Die kleinen Leute, die ihre Gesundheit riskieren (gibt es eigentlich überwachte MAK-Werte für Kerosin und andere Abgase auf dem
Vorfeld?) und eine sehr verantwortungsvolle Arbeit im Schichtsystem machen, die sollen mal schuften und die Klappe halten, damit
die Aktionäre richtig gut verdienen, nicht wahr? Was ist bloß aus diesem ehemaligen Sozialstaat geworden? Eine korrupte
Gesellschaft. Man sieht es am abgetretenen Bundespräsidenten - und der soll dann noch 200 000 pro Jahr weiterkriegen. Und die Damen
und Herren Abgeordneten?? Sie erhöhen sich ständig ihre ohnehin schon üppigen Diäten - und es geht kein Schrei durch den
Blätterwald?
Da wollen ein paar Leute einfach nur das Geld, was ihnen von ihrer Leistung zusteht - weil sie nämlich schon jahrelang chronisch
unterbezahlt geschuftet haben - und da wird auf denen herumgehackt - von allen Seiten. Selbst Gewerkschafter fallen ihnen in den
Rücken, pfui Teufel! Ach ja, die Herren Vorstände wünschen eine Einheitsgewerkschaft, ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Im Übrigen kann nicht jeder Manager werden ("Es kann nicht nur Erfolgreiche geben, wir brauchen auch Leute, die arbeiten.")
Und ob ein Manager mit einem Flugzeug fliegen möchte, wenn er weiß, dass das Flugfeld nicht ordentlich kontrolliert wurde (weil
jetzt alle Arbeiter Manager geworden sind...) bleibt auch noch dahingestellt.
Um den sozialen Frieden zu wahren, den wir alle brauchen, ist es erforderlich, dass Gerechtigkeit herrscht und dass man von seiner
Hände Arbeit leben kann. Und man braucht eben nicht nur Professoren und Manager, man braucht auch die vielen anderen, die
oft genug eine Dreckarbeit machen. Ich achte diese Menschen alle, denn ich bin auch auf ihre sorgfältige und loyale Arbeit
angewiesen. Und auch denen steht ein ordentliches Gehalt zu. Woher nehmen Herr Hundt und Herr Göhner und alle diese Typen bloß ihre
Arroganz? Sind sie schon so weit abgehoben, dass sie keine Ahnung mehr haben, was sich "unten" abspielt?
Sie wollen jetzt ein Exempel statuieren, damit sich bloß nicht noch so eine Gruppe traut, mehr Geld zu fordern.
Mir kommt das vor wie eine Hexenjagd.
Damit sowas nicht wieder passiert, man hatte anderswo ja auch schon Probleme, mit Lokführern oder mit
Piloten.
Aber es soll ja immer noch Unternehmen geben, die anständig mit ihren Mitarbeitern umgehen, mittelständische, Familienunternehmen.