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15.02.2012, 13:06
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Frenzels Reisepläne:
TUI-Chef will nur noch Urlaub machen
Europas größter Reisekonzern schlägt einen Teil seiner Containerreederei Hapag-Lloyd los. TUI-Chef Frenzel nutzt die Hauptversammlung zur Erläuterung seiner Pläne: Raus aus den Schulden und ab in den Urlaub.
von Annette Berger
Mit dem weiteren Anteilsverkauf der Reederei Hapag-Lloyd verschafft sich
TUI mehr Bewegungsfreiheit bei seinen wichtigsten Zielen, dem Abbau von Verbindlichkeiten und der Forcierung des Touristikgeschäfts. Einen Tag nach der Einigung über Hapag machte das TUI-Management deutlich, dass es diese beiden Vorhaben konsequent verfolgen will.
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Am Dienstag war bestätigt worden, dass ein Konsortium um die Stadt Hamburg und dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne TUI weitere Anteile an der Containerrederei abnehmen will. Hamburg wird damit wichtigster Anteilseigner der Reederei, TUI hält künftig etwas mehr als ein Fünftel.
Anleger quittierten die Ereignisse mit kräftigen Aktienkäufen. Zeitweise legte das im MDAX notierte TUI-Papier um gut 6,6 Prozent zu und behauptete bis zum Mittag noch immer ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber dem Vortag.
Der TUI-Konzern komme mit der Transaktion seinem Ziel, bis Ende des Geschäftjahres 2011/12 schuldenfrei zu sein, einen großen Schritt näher, sagte Finanzvorstand Horst Baier in einer Telefonkonferenz. Das wäre bis Ende September. Ende Dezember hatte der Hannoveraner Konzern mitgeteilt, dass die Nettoverschuldung auf 817 Mio. Euro gesunken sei. Vor drei Jahren betrug sie mehr als 4 Mrd. Euro.
Will, dass sich Millionen Chinesen mit TUI exzellent erholen: Michael Frenzel
Hauptthema auf der TUI-Hauptversammlung am Mittwoch in Hannover war für Unternehmenschef Michael Frenzel die Forcierung des Tourismusgeschäfts. Frenzel plant schon länger, sich ganz aufs Reisegeschäft zu konzentrieren, war lange Zeit aber nicht recht damit vorangekommen. Nach dem Hapag-Anteilsverkauf hat er aber nun bald das nötige Geld dafür.
Gäste aus Russland und der Ukraine sollen umworben werden
Das Geschäft mit Reisen wolle er in China, Russland und der Ukraine ausbauen, kündigte Frenzel an. Als weitere Ziele nannte er Indien und Brasilien, wo eine neu entstehende Mittelschicht verstärkt in den Urlaub fahre. "Alleine in China sprechen wir von mehr als drei Millionen Menschen, die für hochwertige touristische Angebote außerhalb ihres Landes Geld ausgeben können", sagte der TUI-Chef.
Teil 2: Gerüchte um britische Reise-Tochter
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FTD.de, 15.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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