Karriereknick für Barbie: Die legendäre Plastikblondine aus dem Hause Mattel hat sich im ersten Quartal merklich schlechter verkauft als im Vorjahreszeitraum.
Auch andere Klassiker des weltgrößten Spielwarenherstellers mutierten zu Ladenhütern, wie die Hot-Wheels-Autos. Es gebe Arbeit zu tun, sagte Firmenchef Bryan Stockton am Montag bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen.
Der Umsatz von Mattel sank um zwei Prozent auf 928 Mio. Dollar. Schwachpunkt war der Heimatmarkt. Die Amerikaner hatten sich schon im wichtigen Weihnachtsgeschäft mit dem Spielzeugkauf zurückgehalten. Mattel steuerte mit einem Sparkurs gegen.
Im Auftaktquartal brach der Gewinn dennoch um die Hälfte ein, auf unter dem Strich 8 Mio. Dollar. Die Aktie ging auf Talfahrt und verlor vor Eröffnung der New Yorker Börsen fünf Prozent.
Die Spielzeug-Klassiker von Mattel konkurrieren im Kinderzimmer immer stärker gegen Elektronik wie Apples Tablet-Computer iPad oder Videospiele-Konsolen wie Microsofts Xbox. Die Verkäufe von Barbie gingen überdurchschnittlich stark um sechs Prozent zurück, Hot Wheels verloren fünf Prozent, das Baby-Spielzeug von Fisher Price stagnierte.
Aus dem Hause Mattel stammen auch die Spielzeug-Autos von Matchbox, ferngesteuerte Fahrzeuge von Tyco oder die American-Girls-Puppen. Im vergangenen Jahr hatte sich der US-Konzern zudem Bob den Baumeister und den Pinguin Pingu als Verstärkung geholt. Mattel übernahm den britischen Rechteinhaber Hit Entertainment für 680 Mio. Dollar. Zu den schärfsten Konkurrenten gehört der ebenfalls US-amerikanische Anbieter Hasbro.