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20.09.2011, 16:04
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Gewinnwarnung:
Lufthansa verlässt die Party
Eben boomte die Branche noch, und auch die weltweite Bilanz dieses Jahres kann sich sehen lassen, schätzt der globale Branchenverband. Die Lufthansa verbreitet dennoch schonmal Krisenstimmung - mit einer Gewinnwarnung.
Die
Deutsche Lufthansa kappt wegen der schwachen Passagierentwicklung im August und den unsicheren Wirtschaftsaussichten ihre Jahresprognose. Der Vorstand gehe für dieses Jahr nur noch von einem operativen Gewinn im oberen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich aus, teilte die Lufthansa am Dienstag mit. Zudem werde das Flugangebot im Winterflugplan reduziert. Wegen der konjunkturellen Risiken rechnet Deutschlands größte Fluglinie mit weniger Buchungen als in den jüngsten Boomzeiten.
Kursinformationen und Charts
Die bislang erwartete Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 876 Mio. Euro erscheine aus derzeitiger Sicht nicht mehr realisierbar, hieß es in der Ad-hoc-Mitteilung weiter. Die Lufthansa-Aktie verlor zeitweise fast sieben Prozent. Zuvor hatte das Papier bis zu 4,3 Prozent gegenüber dem Vortag zugelegt.
Im ersten Halbjahr hatte es die Lufthansa trotz eines Passagierrekords mit einem Gewinn von 3 Mio. Euro nur knapp in die schwarzen Zahlen geschafft. Vor allem die Erdbebenkatastrophe in Japan machte alle Kalkulationen zunichte. Lufthansa-Chef Franz steuert mit einem Sparkurs gegen. Wichtigster Bestandteil ist das laufende Sparprogramm, mit dem die Kosten um 350 Mio. Euro gedrückt werden sollen. Vor allem bei den kriselnden Konzerntöchtern Austrian Airlines und der britischen BMI, die mittlerweile zum Verkauf steht, sei noch viel zu tun, hatte das Management von Deutschlands größter Airline vor zwei Monaten mitgeteilt.
Dass die Zeiten für die weltweite Luftfahrt schwieriger werden, hatte zuvor schon der Branchenverband Iata prognostiziert. Dieser sagte wegen der angeschlagenen Wirtschaft der gesamten Branche einen Gewinneinbruch im kommenden Jahr voraus. Die Gewinne der Fluglinien dürften 2012 um knapp 30 Prozent auf 4,9 Mrd. Dollar schrumpfen.
Teil 2: Vor allem Europa künftig schwach
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FTD.de, 20.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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