Die Deutsche Post hat angesichts florierender Geschäfte in Asien ihre Gewinnprognose für 2012 angehoben. Der Konzern steigerte im zweiten Quartal den Umsatz deutlich. Die Folgen eines langen Steuerstreits mit dem Fiskus drückten den Gewinn der Deutsche Post zudem weniger als von Analysten befürchtet.
Der Bonner Konzern als Laufbursche der Globalisierung bekommt noch keine Abkühlung des Welthandels zu spüren und erhöht den Umsatz im zweiten Quartal um 7,3 Prozent auf 13,7 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sank auf 543 (Vorjahr: 562) Mio. Euro, teilte die Post am Donnerstag mit.
Der Überschuss erreichte 201 (278) Mio. Euro. Die Post übertraf damit bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen des Marktes. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 13,312 Mrd. Euro, einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von 393 Mio.Euro und einen Überschuss nach Minderheiten von 91,3 Mio. Euro erwartet. Seine Prognose hob Konzernchef Frank Appel an: Die Post rechnet 2012 nun mit einen Anstieg des Ebit auf 2,6 bis 2,7 (Vorjahr: 2,4) Mrd. Euro. Zuvor hatte die Post mit 2,5 bis 2,6 Mrd. Euro gerechnet.
Die Post hatte bereits Anfang Juni mitgeteilt, dass der Konzern nach langen Debatten mit den Finanzämtern um Umsatzsteuerzahlungen mehr als eine halbe Mrd. Euro an den Fiskus überweisen muss. Für das zweite Quartal hatte die Post die Belastungen für das Ebit mit 180 Mio. Euro beziffert, beim Überschuss waren es 265 Mio. Euro.