Für die deutschen Hotels zeichnet sich im Jahr der Fußball-WM ein Aufschwung ab. Schon 2005 stieg die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr. Großstädte wurden dabei als Reiseziel immer beliebter, während Buchungen im Kurtourismus rückläufig waren.
Touristen vor dem Brandenburger Tor
Bereits im vergangenen Jahr wurden in deutschen Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen 344 Millionen Übernachtungen und damit zwei Prozent mehr als im Vorjahr gezählt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Nach den Rückgängen in den Jahren 2002 und 2003 sei damit zum zweiten Mal in Folge ein Plus verzeichnet worden. "Dies könnte auf eine dauerhafte Trendwende hindeuten", teilten die Statistiker mit. Zudem rechnen Experten in diesem Jahr durch die Weltmeisterschaft mit rund 16 Millionen zusätzlichen Übernachtungen allein von Gästen aus dem Ausland.
Großstädte verzeichnen sechs Prozent mehr Übernachtungen
Von dem Zuwachs im vergangenen Jahr profitierten allerdings fast nur die Großstädte und weniger die ländlichen Regionen. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern verbuchten einen Zuwachs von sechs Prozent, kleinere Gemeinden verzeichneten dagegen nur ein Plus von 0,2 Prozent. Dies spiegelt den von vielen Reiseveranstaltern beobachteten Trend zu Städtereisen wider. Auch auf Campingplätzen, in Ferienwohnungen und in Schulungsheimen gab es nur ein kleines Plus von 0,2 Prozent. Der Kurtourismus nahm sogar um zwei Prozent weiter ab. Dies gilt als Folge von Veränderungen in der Gesundheitspolitik, wodurch weniger Kuren gefördert werden.
Getragen wurde der Anstieg im vergangenen Jahr auch durch eine große Nachfrage aus dem Ausland. So stieg die Zahl von Übernachtungen ausländischer Gäste um sechs Prozent auf 48,2 Millionen. Bei den Übernachtungen inländischer Gäste gab es ein Plus von einem Prozent auf 295,9 Millionen. Bereits in den beiden Vorjahren hatten es bei der Nachfrage aus dem Ausland mit 2,4 und 9 Prozent einen kräftigen Anstieg gegeben.
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