Daneben sitzt er in den Aufsichtsräten der Post-Tochter
Postbank , bei der
Lufthansa , dem Reise- und Kaufhauskonzern
Arcandor sowie als Vorsitzender bei der
Deutschen Telekom . Das Spitzenamt bei der Telekom läuft allerdings in Kürze aus.
Der Bund als größter Aktionär hat bereits die Suche nach einem neuen Aufsichtsratschef eingeläutet. Als Kandidaten gelten Linde-Chef Wolfgang Reitzle und Hubertus von Grünberg, derzeit unter anderem Chefaufseher von Continental. Der Finanzinvestor Blackstone, der ebenfalls Telekom-Anteile hält, soll indes einen internationalen Manager bevorzugen.
Aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom verlautete, man wolle zunächst abwarten, bis sich die Staatsanwaltschaft offiziell zu den Vorgängen um Zumwinkel äußert. „In Deutschland gilt noch die Unschuldsvermutung“, hieß es. Erst nach einer Stellungnahme der Ermittler würde eine Entscheidung gefällt, wie mit dem Fall weiter vorzugehen sei. Zudem müsse man unterscheiden zwischen einem persönlichen Vergehen und einem möglichen Schaden am Unternehmen. „Das ist wohl eine persönliche Sache von Herrn Zumwinkel“, hieß es. Das Finanzministerium wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Aus Eigentümerkreisen der Telekom hieß es aber, sollten sich die Vorwürfe erhärten, so würde es umgehend eine Reaktion geben müssen.
Zumwinkel war zuletzt im Dezember wegen des Verkaufs eigener Postaktien in die Kritik geraten. Kurz nach der Einigung über den von ihm maßgeblich geforderten Mindestlohn in der Postbranche nutzte er den Kursanstieg der Post-Aktie und erlöste aus 200.000 Aktienoptionen rund 2,24 Mio. Euro.
Die Aktie setzte sich zeitweise mit 5,3 Prozent im Plus an die Spitze der Dax-Werte und notierte bei 22,79 Euro.