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09.09.2010, 15:47
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Harter Wettbewerb:
Mayrhuber wird bei Flugsteuer weich
Die neue Steuer soll dem Staat jährlich 1 Mrd. Euro bringen. Noch treiben nicht alle Airlines die Mehrbelastung bei ihren Kunden ein. Und der Lufthansa-Chef ist pessimistisch, dass er sämtliche Zusatzkosten an die Fluggäste durchreichen kann.
Die von der Regierung beschlossene Flugsteuer muss nach Worten von
Lufthansa -Chef Wolfgang Mayrhuber nicht komplett von den Fluggästen gezahlt werden. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir die Luftverkehrsabgabe eins zu eins an die Kunden weitergeben", sagte Mayrhuber am Donnerstag in Berlin. Dazu sei der Wettbewerb zu intensiv.
Die Regierung will ab 2011 eine nach Entfernungen abgestufte Luftverkehrssteuer erheben. Er rechne nicht damit, dass die vom Bundeskabinett beschlossenen Pläne noch geändert werden, zumal dies zu einem heillosen Durcheinander führen würde. Mayrhuber kritisierte, die Steuer habe die Branche wie ein Eisblock aus dem Himmel getroffen.
Der Aufschlag wird in drei Stufen pro Fluggast erhoben. Für Inlandsflüge und europäische Kurzstrecken etwa nach Frankreich, Spanien oder Zypern sind es 8 Euro. In Stufe zwei, die Mittelstreckenziele wie Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate umfasst, sind es 25 Euro.
Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber
Für alle weiter entfernten Ziele wie Fernreisen in die USA oder nach Thailand werden 45 Euro kassiert. Tickets können damit bis zu 54,52 Euro teurer werden, bei Kombination eines innerdeutschen Zubringerflugs (8 Euro plus Mehrwertsteuer) mit einem Interkontinentalflug (45 Euro).
Die Bundesregierung will durch die neue Abgabe jährlich 1 Mrd. Euro einnehmen. Mayrhuber verwies darauf, dass diese Größenordnung den operativen Ergebnissen aller deutscher Airlines in einem sehr guten Jahr entspreche. Inwiefern die Steuer die Nachfrage dämpfe oder Reisende auf grenznahe Flughäfen im Ausland ausweichen lasse, müsse sich zeigen.
Teil 2: Wo die Steuer schon kassiert wird
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FTD.de, 09.09.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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