Die Mezzanine-Kapitalgeber von Highstreet haben eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital eingelegt und deshalb weder Sicherheiten noch Stimmrechte, erhalten dafür aber höhere Zinsen. Zudem hat jeder von ihnen ein Vetorecht, falls diese Zinsen - etwa durch Mietsenkungen - gekürzt werden sollen.
Während die "FAZ" von einem Durchbruch mit dieser Gläubigergruppe schrieb, berichtete Reuters, es gebe hier eine prinzipielle Einigung. Doch fehlten noch die Unterschriften der Kapitalgeber, unter denen sich Banken und Hedge-Fonds befinden, unter die entsprechenden Dokumente.
Der deutsch-amerikanische Investor Berggruen will die Mieten für die Karstadt-Warenhäuser drücken. Er braucht grünes Licht der Vermieter, damit sein Kaufvertrag für die Warenhauskette wirksam wird. Gelingt keine Einigung, droht Karstadt das endgültige Aus.
Und dieses Aus ist derzeit noch immer eine ernstzunehmende Variante im Kaufhaus-Krimi. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat für den Abend bereits vorsorglich eine Sitzung des Gläubigerausschusses einberufen, der das Ende des Traditionskonzerns besiegeln kann. Seinem Liquidationsszenario zufolge könnten Sport- und Premiumhäuser bis Jahresende verkauft und alle anderen Filialen bis Ende Februar 2011 geräumt werden.