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Da, wo sie vor 86 Jahren gegründet wurde, will die gute alte
Lufthansa besonders innovativ sein - und ist einigen dabei jetzt zu weit gegangen. 230 neue Flugbegleiter will sie am neuen Flughafen, der im Juni eröffnet, einsetzen. Neben der klassischen Anzeige, etwa im seriösen "Tagesspiegel", probiert sie es auch auf ungewohntem Weg. 100.000 Gratispostkarten wurden mit ihrem Gesuch bedruckt - und werden vier Wochen lang vom Verteilerdienst Citycards in 500 Berliner Kneipen, Cafés und Bars ausgelegt.
Das Pikante: Die Halterungen sind meist dort angebracht, wo jeder Gast früher oder später hinmuss - vor den Toiletten. Solche Ecken, in denen sich auch Flyer und Gratismagazine stapeln, wirken häufig chaotisch. Zudem wählen viele Firmen bewusst zweideutige Sprüche, um Aufmerksamkeit zu wecken. "Lust auf 'ne heiße Nummer?", wirbt etwa ein Handytarifanbieter. Seine Karte steckt in einer Bar neben der der Lufthansa.
Ist das wirklich das Umfeld, in dem die stolze, traditionsreiche Fluglinie werben sollte?, fragen sich nun einige Lufthanseaten. Haben wir das nötig? Dabei leidet das Selbstverständnis der Mitarbeiter ohnehin schon, unter flinken Angreifern wie Easyjet aus England oder Emirates vom Golf.