General Growth Properties hat am Donnerstag Gläubigerschutz beantragt. In der bislang größten Immobilienpleite der US-Geschichte hatte der Einkaufszentrenbetreiber vergeblich versucht, Schulden von 27 Mrd. $ zu refinanzieren.
Unmittelbar von der Pleite betroffen ist die
Commerzbank -Tochter Eurohypo. Sie taucht mit einem Volumen von 2,6 Mrd. $ in der Gläubigerliste von General Growth auf. Die Bank erklärte allerdings, die Schulden zu 90 Prozent an 175 andere Gläubiger weitergegeben zu haben. Für den Rest seien bereits Rückstellungen gebildet worden.
"Die Insolvenz von General Growth trifft die Eurohypo nicht unvorbereitet", sagte die Bank. Zu den weiteren Gläubigern gehört die
Deutsche Bank . Ein New Yorker Sprecher wollte die möglichen Verluste auf FTD-Anfrage nicht beziffern. In Finanzkreisen hieß es, die Bank sei mit einem kleinen dreistelligen Millionenbetrag engagiert, der jedoch vollständig besichert sei.
Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die stark auf dem US-Immobilienmarkt engagiert ist, ist ebenfalls betroffen – allerdings nur mit einem kleinen Betrag. "Wir sind kein maßgeblicher Kreditgeber von General Growth", sagte ein Helaba-Sprecher auf FTD-Anfrage. Das Engagement bezifferte er auf einen niedrigen zweistelligen Millionenwert. Diesen habe die Bank schon zu einem Drittel wertberichtigt. "Wir wurden nicht unvorbereitet getroffen", sagte der Sprecher.
Die BayernLB ist laut den Angaben eines Sprechers mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag engagiert. "Davon haben wir rund ein Drittel 2008 schon einzelwertberichtigt", sagte der Sprecher. Die WestLB ist nach eigenen Angaben mit einem "sehr niedrigen zweistelligen Millionenbetrag" engagiert.