Knapp ein Jahr nach der Insolvenz von Egana Goldpfeil sind bei der Schmuck- und Modegruppe fast 90 Prozent der Jobs gerettet. Die letzten Teile der europäischen Egana Goldpfeil seien verkauft worden, teilte der Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Montag mit. Erhalten wurden damit nach seinen Angaben 2350 der insgesamt 2700 Arbeitsplätze.
Der Geschäftsbetrieb für die Marken Esprit, Puma und Joop in Deutschland ging an die Schweizer Marlox, die im Import und Handel mit Uhren, Schmuck und Konsumgütern tätig ist. Sie übernahm auch Egana Österreich und Egana Schweiz. Die Uhrenmarke Dugena wurde an die Nova Tempora Uhren & Schmuck verkauft. Über die jeweiligen Kaufpreise sei Stillschweigen vereinbart worden. Anfang des Jahres war bereits der Schuhkonzern Salamander veräußert worden ebenso wie der zur insolventen Egana Goldpfeil (Holdings) Limited aus Hongkong gehörende Uhrenkonzern Junghans.
"Ich freue mich besonders für die Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze wir durch intensive und konstruktive Verhandlungen mit allen Beteiligten zu fast 90 Prozent sichern konnten", sagte Hermann. Mit den Verkäufen sei das Ziel erreicht worden, wesentliche Teile der europäischen Egana Goldpfeil-Gruppe zu erhalten. Ende August 2008 hatte das in Offenbach ansässige Unternehmen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren wurde Ende Oktober 2008 eröffnet.