Ein Schlecker Drogeriemarkt in Berlin
Damit hat das Unternehmen unerwartet schnell eine allererste Hürde auf dem Weg zu einer möglichen Sanierung genommen: Die Wiederaufnahme des Betriebs steht am Beginn jedes Sanierungsversuchs, weil Lieferanten und Geschäftspartner mit Eintritt der Insolvenz regelmäßig alle Lieferungen stoppen, um nicht auf unbezahlten Rechnungen sitzen zu bleiben.
Die Wiederaufnahme bedeutet andererseits noch nicht, dass die Lieferanten das Sanierungskonzept bedingungslos unterstützen. Auch werden sich die seit Monaten extrem leeren Regale der Schlecker-Märkte nun nicht sofort prall füllen, sondern zunächst vor allem einige der schlimmsten Lücken gefüllt werden.
Unklar blieb am Mittwoch, wie die Vereinbarung zwischen Geiwitz und Markant aussieht. Grundsätzlich werden Waren nach Einreichen des Insolvenzantrags nur geliefert, wenn die Lieferanten sicher sein können, dass die neu entstandenen Forderungen voll beglichen werden. Dazu sind neben erweiterten Eigentumsvorbehalten auch vom Insolvenzverwalter gestellte Sicherheiten üblich. Die Vereinbarung mit Markant ist zentral, weil die Firma die Abrechnung für zahlreiche Schlecker-Lieferanten übernimmt.