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Merken   Drucken   10.11.2008, 14:35 Schriftgröße: AAA

Jobabbau im Express-Geschäft: Post beendet US-Abenteuer  

Lange wurde spekuliert, jetzt ist es amtlich: Die Deutsche Post gibt ihr Engagement in den USA größtenteils auf und zieht sich komplett aus dem inneramerikanischen Express-Geschäft zurück. Rund 15.000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Die Anleger sind erleichtert.
Die Kosten für den Umbau in den USA, wo die Deutsche Post  künftig gänzlich auf das nationale Expressgeschäft verzichten will, steigen damit von den bisher angenommenen 2 Mrd. $ auf 3,9 $, teilte der Konzern am Montag in Bonn mit.
Der Großteil der Kosten werde bereits 2008 verbucht und werde den Konzern im Gesamtjahr in die Verlustzone reißen. Weitere Streichungen sollen bei Partnerunternehmen hinzukommen.
Der Schritt gab den Aktien Auftrieb. Die Papiere bauten ihre Gewinne zunächst aus und gehörten mit einem Plus von 8,7 Prozent auf 10,17 Euro zu den größten Gewinnern im Dax. "Die Leute sind froh, dass sich die Post endlich von diesem Verlustbringer trennt", sagte ein Händler. "Die Quartalszahlen waren einen Tick schlechter als erwartet, aber das ist nicht allzu überraschend."
Post-Chef sieht schwierige Zeiten
Der neue Post-Chef Frank Appel  will den Konzern "in schwieriger Zeit wetterfest" machen, kündigte er am Montag an. Dazu wird das nationale Luft- und Boden-Express-Geschäft in den USA eingestellt. Von ursprünglich 18.000 Beschäftigten sollen dort noch 3000 bis 4000 bleiben. Internationale Lieferungen in die USA und von dort ins Ausland sollen dagegen weiter an die Kunden gebracht werden. Stellenabbaupläne der Post waren sogar Thema im US-Wahlkampf.
Die operativen Kosten im US-Geschäft sollen von derzeit 5,4 Mrd. $ auf weniger als 1 Mrd. gedrückt werden. Auch in anderen Geschäftsfeldern will Appel den Rotstift ansetzen und bis Ende 2010 etwa 1 Mrd. Euro einsparen. Er reagiert damit auf den wirtschaftlichen Abschwung.
Im dritten Quartal verzeichnete die Deutsche Post einen Rückgang des operativen Gewinns (Ebit) vor Einmaleffekten um acht Prozent auf 429 Mio. Euro. Im Gesamtjahr wird die Kennziffer mit rund 2,4 Mrd. Euro erwartet, hatte der Konzern bereits früher mitgeteilt. Die ursprüngliche Prognose lag bei 2,9 Mrd. Euro.

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Fedex 95,27 USD   +0,50%  0.47
  • Reuters, 10.11.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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