KarstadtQuelle-Chef Thomas Middelhoff
Middelhoffs Ziel sei, ThomasCook voll in das Zahlenwerk von
KarstadtQuelle einzubinden, berichtet die „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Damit könne der Konzern, das derzeit genau 50 Prozent der Anteile hält, auf einen Schlag einen um rund fünf Mrd. Euro höheren Umsatz ausweisen.
„Das würde die Grundkonstruktion der Bilanz völlig ändern und wäre ein weiterer Baustein hin zu einer besseren Performance“, zitierte die Zeitung einen ungenannten Experten, der mit der Sache vertraut sei. Formelle Gespräche mit dem zweiten 50-Prozent-Eigner von Thomas Cook, der
Lufthansa AG, sind dem Blatt zufolge noch nicht aufgenommen worden.
Weiterer Schritt des Konzernumbaus
Karstadt würde ein zusätzlicher Anteil von 0,1 Prozent genügen, um Thomas Cook in der eigenen Bilanz konsolidieren zu können.
Middelhoff hatte in dieser Woche die erste Sanierungsphase des angeschlagenen Konzerns für beendet erklärt. 74 kleinere Karstadt-Warenhäuser sowie die Handelsketten Sinn-Leffers (Bekleidung) und Runners Point (Sport) wurden an Finanzinvestoren verkauft, die die Geschäfte zumindest mittelfristig erhalten wollen.