Vapiano expandiert ungebremst. Inzwischen gibt es weltweit 68 Filialen, die von Franchisepartnern betrieben werden, 37 in Deutschland. Sie finden sich meist in besten Innenstadtlagen und wurden vom Mailänder Architekten und Designer Matteo Thun eingerichtet. Die Speisen werden vor den Augen der Besucher hinter dem Tresen zubereitet. Beim Deutschen Franchise-Verband erklärt man sich den Erfolg deshalb auch mit der Zielgruppe: "Vapiano zieht Menschen an, die sonst nicht zu den Schnellessern gehören, sondern eher ins Restaurant gehen", so eine Sprecherin. Deswegen profitiere die Kette von der Krise der klassischen Gastronomie.
Das kann Branchenprimus McDonald's nicht von sich behaupten. Zwar legten die Erlöse des Burgerbraters 2009 in Deutschland zum 2,6 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro zu, gleichzeitig stieg jedoch auch die Zahl der Filialen um 2,1 Prozent.
Was immer noch weit besser ist als das Ergebnis des Verfolgers Burger King, der Nummer zwei in Deutschland. Nach den gewöhnlich verlässlichen Schätzungen von "Food Service" legte dessen Umsatz 2009 um lediglich 0,1 Prozent auf 765 Mio. Euro zu, während die Zahl der Filialen um 5,7 Prozent wuchs. Entsprechend hat Burger King flächenbereinigt ein königliches Minus eingefahren.