Zahlung per Kreditkarte
Der Anteil von Kartenzahlungen am Gesamtumsatz erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 31,6 Prozent nach 30,5 Prozent im Vorjahr. Das teilte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Mittwoch in Berlin mit. Davon wiederum entfiel der größte Teil auf die Bezahlung mit EC-Karten mit Unterschrift oder Geheimzahl, gefolgt von Kreditkarten und Handelskarten. Die meisten Kunden zahlen aber immer noch bar (64,9 Prozent). Der Rest des Umsatzes verteilte sich auf Rechnungen und sonstige Bezahlarten wie zum Beispiel Tauschgeschäfte.
Zugleich kritisierte der Verband, dass wegen mangelnder Zahlungsmoral der Kunden immer öfter Einnahmen verloren gingen. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Schneider forderte Banken und Sparkassen auf, sorgfältiger die Bonität der Kunden zu prüfen, denen sie eine EC-Karte geben. Zudem müssten die Kosten für den Einzelhandel bei der Zahlung mit EC-Karte und Geheimzahl deutlich sinken.
Händler steigen um
Die Zahlungsausfälle aus Bonitätsgründen nehmen dem HDE zufolge zu. 2004 habe der Einzelhandel 0,4 bis 0,5 Prozent der Zahlungen nachverfolgen müssen. 0,12 Prozent des gesamten EC-Lastschriftumsatzes sei verloren. 2003 habe dieser Teil noch knapp unter 0,1 Prozent gelegen. Viele Händler würden daher auf das teure EC-Cash-Verfahren umsteigen.
Dabei summierten sich die Kosten inklusive Gebühren auf bis zu ein Prozent des Umsatzes, sagte Schneider. "Für viele Händler ist das angesichts der schmalen Margen ein zu hoher Betrag." Trotz allem sei die Akzeptanz von EC-Karten für immer mehr Unternehmen aber ein strategischer Erfolgsfaktor. Daher seien sichere, schnelle und preiswerte Zahlungssysteme nötig.