Ungeachtet der weltweiten Probleme der Luftfahrtbranche hat Fraport im zweiten Quartal operativ zugelegt. Mit 180 Mio. Euro stieg das Ergebnis vor Steuern (Ebit) um 6,5 Prozent und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz sank dagegen um 7,1 Prozent auf 1,045 Mrd. Euro. Als Grund für den Rückgang nannte Fraport Sondereinflüsse im Vorjahr - unter anderem im Zusammenhang mit einem Leasingvertrag für das Frankfurter Airrail-Center. Zudem habe die inzwischen verkaufte Sicherheitstochter ICTS im Vorjahr noch rund 80 Mio. Euro zum Umsatz beigetragen. Die Fraport-Aktie legte zwischenzeitlich um sechs Prozent zu.
Unter dem Strich verdiente Fraport im beendeten Quartal 93 Mio. Euro, das sind 9,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Grund nannte das Unternehmen hohe Aufwendungen unter anderem für den Ausbau des Flughafens. Je Aktie ging das Ergebnis von 1,12 auf 1,01 Euro zurück. Auch für das Gesamtjahr rechnet Fraport mit einem sinkenden Gewinn. Der um Sondereinflüsse bereinigte Umsatz und das operative Ergebnis würden aber gesteigert.
Bei den internationalen Mehrheitsbeteiligungen unter anderem in Lima und Antalya fielen die Steigerungen teils deutlicher aus, während der ebenfalls von Fraport betriebene Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück 5,8 Prozent weniger Fluggäste hatte als im ersten Halbjahr 2007. Von hier aus starteten 1,82 Millionen Passagiere zu europäischen Zielen.
Für den Konzern arbeiteten zur Jahresmitte knapp 25.200 Menschen, rund 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Schwund sei vor allem auf den Verkauf von ICTS zurückzuführen. Am Standort Frankfurt stieg die Zahl der Beschäftigten hingegen leicht um 1,3 Prozent auf 18.000.