Beteiligungsstruktur von Eurowings und Germanwings
Eurowings und
Lufthansa würden auf Start- und Landerechte (Slots) in Stuttgart und in Wien verzichten, teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Lufthansa hält weiterhin lediglich 49 Prozent an Eurowings, hat aber mit dem Mehrheitsaktionär, dem Unternehmer Albrecht Knauf, vereinbart, künftig das Unternehmen zu kontrollieren und damit auch zu führen. Tochter von Eurowings ist die vor drei Jahren gegründete Billigfluggesellschaft Germanwings.
Lufthansa erläuterte, dass den Auflagen zufolge auf den Strecken Köln-Wien, Stuttgart-Wien und Stuttgart-Dresden Slots nur dann freigegeben werden müssten, falls eine andere Fluggesellschaft auf diesen Strecken expandieren oder zusätzlich fliegen möchte. Die Verbindung Stuttgart-Dresden werde Lufthansa unabgängig von der EU-Auflage allerdings ohnehin einstellen, sagte eine Sprecherin.
2001 war Lufthansa mit zunächst 24,9 Prozent bei Eurowings eingestiegen. Später wurde der Anteil aufgestockt und auch die Option auf eine vollständige Übernahme von Knaufs Anteilen vereinbart. Der Kauf dieser Anteile ist aber Lufthansa zufolge derzeit nicht geplant.
Im vergangenen Jahr hatte Eurowings bei einem Umsatz von 473 Mio. Euro und 6,5 Millionen Passagieren ein Rekordergebnis von 6,4 Millionen Euro verbucht. Für 2005 rechnet Eurowings mit Zuwächsen.
Die britische Fluggesellschaft
Easyjet hatte im Vorfeld der EU-Entscheidung erklärt, sie erwäge eine Klage, falls das Vorhaben genehmigt werde. Der Einfluss der Lufthansa als ohnehin mit Abstand größter deutscher Fluggesellschaft werde zu groß. "Wir werden die EU-Entscheidung jetzt sehr genau von unseren Juristen untersuchen lassen", sagte ein Easyjet-Sprecher am Donnerstagabend.