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25.09.2011, 19:53
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Luxusschmuck:
Tiffany wird Übernahmeziel
Nach dem Ende der Swatch-Allianz könnte der Juwelier die nächste Milliardenübernahme in der Branche werden. Besonders appetitanregend für europäische Käufer: Tiffanys starkes US-Geschäft.
von Gregor Kessler Hamburg
Eine Scheidung löst böse Zungen. Und so machte die Geschichte schon die Runde, kaum dass die
Swatch Group vor zwei Wochen mitgeteilt hatte, ihre Uhrenallianz mit Tiffany aufzukündigen. Der New Yorker Juwelier, hieß es danach hinter vorgehaltener Hand, habe allein deshalb ein Gemeinschaftsunternehmen mit den Schweizer Uhrmachern begonnen, um eine mögliche Übernahme zu erschweren. Komplizierte Entflechtungen schrecken manchen Käufer.
Jetzt bekommt die Lesart offizielle Fürsprecher: Nachdem die Hürde der Swatch-Liaison ausgeräumt sei, schreiben die US-Investmentberater Merriman Capital und Caris & Co, werde Tiffany zu einem interessanten Übernahmeziel für große Spieler wie die Cartier-Mutter
LVMH oder den Schweizer Uhrenriesen Richemont.
Umsatz von Tiffany 2010 nach Regionen
Was Tiffany für mögliche europäische Käufer interessant macht, ist die starke Präsenz des US-Juweliers in seiner Heimat. Tiffany unterhält in den USA mit 84 eigenen Geschäften ein vergleichsweise dichtes Ladennetz. 2010 steuerten Nord- und Südamerika zusammen 51 Prozent der Konzernerlöse von gut 3 Mrd. Dollar bei. Mit 90 Prozent waren die USA dabei für den Löwenanteil des Umsatzes der Region verantwortlich. Mit einer Tiffany-Übernahme würden europäische Schmuck- oder Uhrenmarken auf einen Schlag etwas bekommen, wofür sie alleine Jahre bräuchten: Geschäfte in guter Lage, lange gewachsene Händlerkontakte und einen etablierten Markennamen.
Die meisten europäischen Luxusmarken hatten in den vergangenen Jahren verstärkt in neue asiatische Filialen investiert, da hier die prozentualen Zuwächse besonders hoch sind. Dennoch bleiben die USA weiterhin der mit Abstand größte Markt für Luxusprodukte: 48 Mrd. Euro gaben Amerikaner 2010 hierfür aus, errechneten die Marktforscher von Bain. In Japan, dem zweitgrößten Luxusmarkt, waren es 18 Mrd. Euro.
Teil 2: Das Rätsel der Scheidung
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Aus der FTD vom 26.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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