Das Unternehmen sucht deshalb derzeit in Städten ab 50.000 Einwohnern nach sogenannten 1-a- und 1-b-Lagen auf Grüne-Wiese-Standorten, in Einkaufszentren und Fußgängerzonen. Diese beiden Lagen hat "1982" in Rotterdam und Aachen ebenfalls getestet. Aus imageträchtigen Stadtmittelagen will sich die Firma wegen der hohen Mieten heraushalten. Dort macht etwa H&M einen Großteil seines Geschäfts, das Takko nun von Randlagen aus anknabbern möchte.
Dennoch ist "1982" eine Möglichkeit, in für Takko nicht erreichbare Lagen vorzustoßen. Während sich die Kernvertriebslinie weiter auf wenig belebte Standorte konzentriert, soll "1982" den Betrieb umsatzstärkerer, aber teurerer Flächen ermöglichen. Einige der am besten gelegenen Takko-Standorte könnten deshalb umgewidmet werden, wie das bereits beim Testmarkt in Kiel geschehen ist. "Das kann im Einzelfall zu Kannibalisierungen führen, aber das gilt eher für 3 als für 30 Standorte. Ein größeres Kundenpotenzial abzuschöpfen ist einfach attraktiv", sagt Swinka. Die Testfilialen würden ihre variablen Kosten verdienen, einschließlich einer Umlage für die Takko Holding, von der sie zunächst betrieben werden.
Für die kommenden Monate hat die Firma die Öffnung von drei weiteren Standorten vorbereitet. Am 25. März starten "1982"-Filialen in den Innenstädten von Braunschweig und Offenbach. Im Mai dann wird ein Geschäft in Amsterdam eröffnet.